D’Angelo berichtete während des zweistündigen Abends unter anderem von Problemen, mit denen er selbst im Ausland konfrontiert wurde. "Schmiedet Pläne, aber bleibt flexibel", betonte der gebürtige Italiener. Gerade aus seinem Heimatland Italien wisse er, dass alles immer ganz anders komme als gedacht. Um ein Land und seine Kultur kennen zu lernen, bräuchten Menschen neben Statistiken auch einfach Übung und Kenntnisse der Psychologie. "Es gibt keine globale Strategie, die auf jedes Land angewendet werden kann", so der Geschäftsführer.
Journalistische Inhalte hätten es im digitalen Zeitalter nicht leicht, sagte Holger Feist und brachte die Diskussion damit auf ein neues wichtiges Thema: Crossmedia. Am Kiosk sei es unproblematisch, journalistische Qualitätsprodukte zu verkaufen, doch im Internet sei diese Bereitschaft geringer. Nur unmittelbar erlebbare Mehrwerte würden dort wirklich Geld einbringen, wie etwa die TV-Spielfilm-App oder die passende Verlinkung zu Portalen wie HolidayCheck in einem Artikel über Reisen zeigten. Daher gelte es, dem Nutzer intelligente medienkonvergente Angebote zu unterbreiten. Dass Länder rund um die Welt hier gar nicht so unterschiedliche Maßstäbe haben, weiß Fabrizio D’Angelo: "Asiaten wollen nichts für journalistische Inhalte im Internet zahlen", fügte er hinzu. Auch dort müsse man spezielle Käufergruppen gezielt ausfindig machen und direkt ansprechen.
"Es war sehr interessant, die Philosophie des Unternehmens kennenzulernen", sagte Student Michael Huebner nach der Diskussion. Er arbeitet ebenfalls im Medienbereich und fand den Vergleich auf Augenhöhe besonders wertvoll.