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Kaminabend in der Burda Bar: International kommunizieren

Fabrizio D'Angelo und Holger Feist mit den Teilnehmern und Organisatoren; ©Burda

Kommunikation ist für den internationalen Erfolg unabdingbar. Wie aber kommuniziert man im Ausland, in einer fremden Kultur, die einem selbst noch unbekannt ist? Antworten auf diese und andere Fragen erhielten 17 Teilnehmer des Executive MBA der Technischen Universität München (TUM) Ende Februar von zwei Burda-Profis während eines Kaminabends in der Burda Bar in München: Auf Einladung der Zentralen Personalentwicklung (ZPE) lieferten der Geschäftsführer der Burda Holding International, Fabrizio D’Angelo, und der Direktor Development der Burda GmbH, Holger Feist, Einblicke in ihre Arbeitsfelder.


Zum ersten Mal veranstaltete die ZPE einen Kaminabend für externe Besucher. „Wir arbeiten schon länger mit der Technischen Universität zusammen“, erklärt Organisatorin Janina Bierwirth. Aus dem Grund hätten sie die Anfrage der TUM angenommen. „Die Teilnehmer des berufsbegleitenden MBA-Programms wünschen sich Einblicke in ein Medienhaus und den liefern wir ihnen gerne“, so Bierwirth. Das fünzehnmonatige Executive MBA-Programm vermittelt den Teilnehmern General Management-Kenntnisse mit dem Fokus auf Kommunikation und Führung. Wie die Praxis aussieht, konnten sie am Mittwoch aus erster Hand erfahren.



Claudia Paul-Helten, Fabrizio D'Angelo, Silke Walz, Holger Feist und Janina Bierwirth; ©Burda

D’Angelo berichtete während des zweistündigen Abends unter anderem von Problemen, mit denen er selbst im Ausland konfrontiert wurde. "Schmiedet Pläne, aber bleibt flexibel", betonte der gebürtige Italiener. Gerade aus seinem Heimatland Italien wisse er, dass alles immer ganz anders komme als gedacht. Um ein Land und seine Kultur kennen zu lernen, bräuchten Menschen neben Statistiken auch einfach Übung und Kenntnisse der Psychologie. "Es gibt keine globale Strategie, die auf jedes Land angewendet werden kann", so der Geschäftsführer.


Journalistische Inhalte hätten es im digitalen Zeitalter nicht leicht, sagte Holger Feist und brachte die Diskussion damit auf ein neues wichtiges Thema: Crossmedia. Am Kiosk sei es unproblematisch, journalistische Qualitätsprodukte zu verkaufen, doch im Internet sei diese Bereitschaft geringer. Nur unmittelbar erlebbare Mehrwerte würden dort wirklich Geld einbringen, wie etwa die TV-Spielfilm-App oder die passende Verlinkung zu Portalen wie HolidayCheck in einem Artikel über Reisen zeigten. Daher gelte es, dem Nutzer intelligente medienkonvergente Angebote zu unterbreiten. Dass Länder rund um die Welt hier gar nicht so unterschiedliche Maßstäbe haben, weiß Fabrizio D’Angelo: "Asiaten wollen nichts für journalistische Inhalte im Internet zahlen", fügte er hinzu. Auch dort müsse man spezielle Käufergruppen gezielt ausfindig machen und direkt ansprechen.


"Es war sehr interessant, die Philosophie des Unternehmens kennenzulernen", sagte Student Michael Huebner nach der Diskussion. Er arbeitet ebenfalls im Medienbereich und fand den Vergleich auf Augenhöhe besonders wertvoll.

 

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