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Virtuelle Gemeinschaften: Wie viel Privates darf ins Internet?



Immer mehr Internetnutzer präsentieren sich in so genannten Social Networks. Die dritte Fachveranstaltung des ¡communicate! Alumni der TU München e.V. hat diesen ebenso aktuellen wie brisanten Trend aufgegriffen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand der Aspekt "Sicherheit in sozialen Netzwerken". Dabei ging es vor allem um die Frage, wie viel Privates der Nutzer im Internet von sich preisgeben kann, ohne sich damit selbst zu schaden.

 

Die Alumni des Executive MBA in Communication and Leadership hatten sich für diesen Schwerpunkt entschieden; auch die aktuelle "Class of 2009" beteiligte sich an der intensiven Diskussion. Viele von ihnen haben bislang die Erfahrung gemacht, dass solche "Social Networks" als Marketinginstrument sehr nützlich sein können. Denn der Sinn dieser Gemeinschaften ist es, möglichst viele Informationen der Mitglieder für andere zugänglich zu machen und so gezielt persönliches Interesse zu wecken. Allerdings war so manchem Diskussionsteilnehmer bislang nicht bewusst, dass das Internet nichts "vergisst": Experten können selbst gelöschte Dateien und ganze Homepages wieder herstellen. In der Arbeitswelt bedeutet das beispielsweise, dass Personalchefs im Internet ohne großen Aufwand mit so genannten Meta-Suchmaschinen private Informationen von Angestellten und Bewerbern finden können. Das sei jedoch kein Grund, solche Netzwerke komplett zu meiden, betonte Mirco Rohr vom Softwareunternehmen Kaspersky Lab Europe. Der Experte für Informationssicherheit sagte: "Die Technik an sich ist sicher. Lediglich der Faktor Mensch ist unsicher." Entscheidend sei der richtige, verantwortungsvolle Umgang mit persönlichen Informationen. Entsprechende Sicherheitseinstellungen könnten dies gewährleisten.

 

Letztlich waren sich die Diskussionsteilnehmer einig: Sich im Internet in sozialen Netzwerken zu präsentieren, ist prinzipiell nicht schlecht. Wer solche Foren gezielt nutzt, kann sogar von ihnen profitieren. Der Trend im Recruiting beispielsweise geht mittlerweile dahin, dass viele Personaler gezielt auf Personen-Suchmaschinen und soziale Netzwerke zurückgreifen, um dort geeignete Mitarbeiter zu finden. Wer also im Internet ein positives Bild von seiner Persönlichkeit vermittelt, kann seine Jobchancen steigern.

 

Moderation

Oliver Ketterer, Redakteur PC Magazin

 

Panel

Markus Schmidt, Geschäftsführer SC Media

Dr. Jan Marco Leimeister, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der TU München

Mirco Rohr, Kaspersky Lab Europe

 

 

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Ansprechpartner


>>Claudia
Paul-Helten
Executive Director
TU München
+49 (0) 89 289 28 474





Impressionen




Julia Meise (Premiere AG), Vorsitzende des ¡communicate!-Alumni e.V., bedankt sich nach der gelungenen Diskussion



von links: Claudia Paul-Helten (Executive Director ¡communicate!), Oliver Ketterer (PC Magazin), Dr. Jan Marco Leimeister (TU München), Mirco Rohr (Kaspersky Lab), Julia Meise (Premiere AG, Vorsitzende ¡communicate!-Alumni e.V.)


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